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Expecto Patronum

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Der lateinische Zauberspruch Expecto Patronum heißt auf deutsch übersetzt etwa Ich erwarte meinen Schutzherrn. Bei Bedrohungen durch besonders grauenvolle Ungeheuer, wie etwa durch einen Dementor oder durch einen Lethifold, können magische Menschen für sich und andere mit diesem Zauber einen beschützenden Retter, ihren Patronus als Nebelgestalt aus der Spitze ihres Zauberstabs herbeizaubern. Die magisch gerufene Nebelgestalt des Patronus wehrt angreifende Wesen ab und vertreibt sie. Danach löst sie sich wieder auf.


Inhaltsverzeichnis

Der Zauber

Der Patronus-Zauber wird durch die Kraft einer glücklichen Erinnerung erzeugt. Da es aber gerade in Furcht erregenden Situationen schwer fällt, sich ganz auf ein früheres Glücksgefühl zu konzentrieren, ist er sehr schwierig durchzuführen. Eine richtige Gestalt nimmt ein Patronus nur dann an, wenn man es schafft, eine sehr starke glückliche Erinnerung nachzuempfinden. Steht zu wenig von der positiven Kraft hinter dem Zauberspruch, so entsteigt dem Zauberstab höchstens ein gestaltloser, leuchtender Nebel. Vorübergehend kann dieser sich, durchaus auch schützend, vor die Bedrohung stellen. Einzelne Angreifer können durch diesen Schutznebel zurückgedrängt werden. Er löst sich jedoch nach kurzer Zeit wieder auf. Dann bleibt man allein und schutzlos zurück.


Gestaltlicher Patronus

Nur ein "gestaltlicher Patronus" (im Original "corporeal patronus") ist stark genug, ein oder mehrere bedrohliche Wesen gezielt zu verjagen. Wenn man sich in einer ausweglos erscheinenden Gefahr befindet und dringend einen rettenden Patronus herbei zaubern will, ist es aber besonders schwierig, sich ganz auf eine glückliche Erinnerung zu konzentrieren.

Der "Patronus", der persönliche Beschützer, nimmt für eine Person immer die gleiche Tiergestalt an. Er symbolisiert eine starke rettende Macht, der diese Person vertraut. Aufgrund starker, emotionaler Umwälzungen kann sich die beschützende, Sicherheit gebende Gestalt des Patronus einer Person verändern (vgl. HP VI/8).


Patronus-Kommunikation

Auch ohne eine aktuelle Bedrohung kann ein Patronus sehr hilfreiche Dienste als Bote leisten. Albus Dumbledore hat diese Patronus-Kommunikation erfunden, damit die Mitglieder des Orden des Phönix miteinander fälschungs- und abhörsicher Verbindung aufnehmen können. Die Patronusgestalt eines Ordensmitglieds bewegt sich dann umgehend zum Adressaten der Botschaft und teilt sie diesem mit der Stimme des Absenders mit. Harry selbst weiß allerdings, wie fast alle in der magischen Gemeinschaft, zunächst nichts von dieser anderen Anwendungsmöglichkeit des Patronus-Zaubers. Erst in seinem sechsten Schuljahr lernt er sie kennen.


Harry und sein Patronus

In freiwilligen Privatstunden erlernt Harry von seinem Lehrer Remus Lupin den Patronus-Zauber schon während seines 3. Schuljahrs, weil er sich vor Dementor-Angriffen bei seinen nächsten Quidditchspielen schützen will. Wie sich herausstellt, nimmt Harrys Patronus die Gestalt eines Hirsches an, entsprechend der Animagusgestalt seines Vaters. Dies symbolisiert, dass er sich in größter Gefahr einen starken väterlichen (lat.: patronus aus pater „Vater“) Schutz wünscht.

Ereignisse in den Büchern

  • Harrys Fähigkeit einen starken Patronus zu erzeugen, wird lebensrettend
  • als er sich und seinen Cousin Dudley unerwartet mitten in einer Muggelgegend vor zwei Dementoren schützen muss. (HP V/2)
  • Im Rahmen der DA-Stunden bringt Harry anderen auch bei, einen gestaltlichen Patronus heraufzubeschwören, bezweifelt allerdings, ob sie die unter gefahrlosen Bedingungen erzeugten Patronusgestalten auch bei wirklichen Bedrohungen herbeirufen können.
  • Dass Harry schon mit 13 Jahren diesen sehr schwierigen Abwehr-Zauber beherrscht und vorführen kann, den viele erwachsene Zauberer und Hexen nicht zustande bringen, beeindruckt Harrys ZAG-Prüfer so sehr, dass er dafür Bonuspunkte vergibt.
  • In HP VII/13 kann Harry eine Gruppe Muggelgeborener unter dem Schutz seines Patronus aus dem Zaubereiministerium hinausgeleiten.
  • In HP VII/28 verrät sich Harry fast durch seinen Patronus.


Patronus und Schwarze Magie?

Harry macht in HP VII/15 die Erfahrung, dass der starke schwarz-magische Einfluss der ständigen Tuchfühlung mit einem Horkrux seine positiven Gefühle zum Beschwören eines Patronus lahmlegt. Aus diesem Grund sind die von finsteren Gedanken vereinnahmten Anhänger Schwarzer Magie normalerweise außer stande, einen Patronus heraufzubeschwören. Umgekehrt ist der Horkrux ungefährlich für eine Person mit einem so niederträchtigen Charakter wie Dolores Umbridge: Sie fühlt sich durch schwarz-magische Einflüsse in ihrem Selbstbild kein bisschen beeinträchtigt, sondern höchstens bestätigt.


Abweichende Patronus-Darstellung in den Filmen

Im dritten Film wird der Patronus noch primär als konvexer Schutzschild dargestellt, den die Dementoren nicht durchdringen können. Den Hirsch als Harrys Patronus erkennt man nur undeutlich. In der Verfilmung von Band 5 jedoch sieht man die verschiedenen Gestalten des Zaubers deutlich, als die Schüler im Raum der Wünsche üben.

Bekannte Patronus-Gestalten


Übersetzungskritik

  1. Aberforths Patronus ist im Original eine goat, könnte also sowohl ein Ziegenbock, wie auch eine weibliche Ziege sein. Bei Aberforths Vorlieben liegt es nahe, dass es sich um ein weibliches Tier handelt und nicht, wie die dt. Übersetzung entscheidet, um ein männliches.
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